Montag, 17. Dezember 2007

Goethe-Institut: "CinéAllemand"

Ziel des vom Goethe-Institut initiierten Projekts "CinéAllemand" ist es u.a. der jungen Generation in Frankreich Produktionen des deutschen Films näher zu bringen. Die Filme werden französisch untertitelt gezeigt, Spielorte sind nicht die Goethe-Institute, sondern die Programm-Kinos in den einzelnen Städten.

Die Filme des aktuellen "CinéAllemand 3": Emil und die Detektive, Die wilden Hühner, Mondscheinkinder, Netto, Berlin – Ecke Schönhauser, Fremder Freund, Adil geht - let's break, Sophie Scholl - die letzten Tage, Das Leben der Anderen

Auf der Homepage stehen neben Informationen zum Projekt auch Materialien zu den einzelnen Filmen zur Verfügung.

Kostenlose Broschüre zur praktischen Filmarbeit in Grundschulen

Mit der Broschüre "Mit Kindern ins Kino" liegt endlich ein Leitfaden für die Filmarbeit an Grundschulen vor. Sie enthält praktische Tipps zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Kinobesuchs, sie geht auch auf die Besonderheiten des kindlichen Filmesehens ein. Lehrer/innen erhalten außerdem "wichtige Hinweise, wie sie den kindlichen Medienumgang als Thema für einen Elternabend aufbereiten".

Die Broschüre kann kostenlos gegen Vorlage eines frankierten Rückumschlags (DIN A4, 1,45 EUR Porto) bei der Stiftung MKFS bestellt werden.


Freitag, 30. November 2007

Sonntag, 4. November 2007

Materialien zum Filmkanon und Kinderfilmkanon

Inzwischen sind einige Materialien zum Filmkanon und Kinderfilmkanon erschienen:
  • Buch Der Filmkanon, herausgegeben von Alfred Holighaus im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bestellbar für 4,00 EUR bei www.bpb.de)
  • Buch Filmkanon für Kinder (mit Textbeiträgen von Manfred Hobsch, Gudrun Lukasz-Aden, Christel Strobel und Hans Strobel), ein Sonderdruck der Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz, 2. überarbeitete und ergänzte Auflage, Juni 2007 (bestellbar für 4,00 EUR bei www.kjk-muenchen.de)

Kinderfilmkanon des BJF

Schon bald nacher Veröffentlichung des Filmkanons durch die Bundeszentrale für politische Bildung hat der Bundesverband Jugend und Film kritisiert, dass in dieser Liste Filme für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren fehlen. Er hat deshalb 25 Kinderfilm-Fachleute aus ganz Deutschland beauftragt, einen "Ergänzungsvorschlag" vorzulegen, den Kinderfilmkanon:
  • The Kid, Charles Chaplin, USA 1921, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Die Abenteuer des Prinzen Achmed, Lotte Reiniger, Deutschland 1924 - 1926, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Emil und die Detektive, Gerhard Lamprecht, Deutschland 1931, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Der Zauberer von Oz, Victor Fleming, USA 1939, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Die Geschichte vom kleinen Muck, Wolfgang Staudte, DDR 1953, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Das Dschungelbuch, Wolfgang Reitherman, USA 1967, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • Der Wolfsjunge, François Truffaut, Frankreich 1969, Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Vaclav Vorlicek, CSSR/DDR 1973, Altersempfehlung: ab 6 Jahren
  • E. T. - Der Außerirdische, Steven Spielberg, USA 1982, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Flussfahrt mit Huhn, Arend Agthe, Bundesrepublik Deutschland 1983, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Ronja Räubertochter, Tage Danielsson, Schweden/Norwegen 1984, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Auf Wiedersehen Kinder, Louis Malle, Frankreich 1987, Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Wo ist das Haus meines Freundes, Abbas Kiarostami, Iran 1988, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Kiriku und die Zauberin, Frankreich/Belgien/Luxemburg 1998, Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Die hier versammelten 14 Titel eignen sich laut BJF hervorragend für den Einsatz in den Schulklassen 1 bis 6.

Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat im Juli 2003 eine 19-köpfige Expertenkommission einberufen, die die schwierige Aufgabe erhielt, einen Filmkanon für die Schule zusammenzustellen. Entstanden ist eine Sammlung aus 35 Filmen von den Anfängen des Kinos bis heute:
  • Nosferatu, eine Symphonie des Grauens (D, 1922, Regie: F. W. Murnau)
  • Goldrausch (USA, 1925, Regie: Charlie Chaplin)
  • Panzerkreuzer Potemkin (UdSSR, 1925, Regie: Sergej M. Eisenstein)
  • Laurel & Hardy: Der beleidigte Bläser (USA, 1928, Regie: Edgar Kennedy) und andere
  • Emil und die Detektive (D, 1931, Regie: Gerhard Lamprecht)
  • M – Eine Stadt sucht einen Mörder (D, 1931, Regie: Fritz Lang)
  • Stagecoach (dt. Titel: Ringo, USA, 1939, Regie: John Ford)
  • Der Zauberer von Oz (USA, 1939, Regie: Victor Fleming)
  • Citizen Kane (USA, 1941, Regie: Orson Welles)
  • Sein oder Nichtsein (USA, 1942, Regie: Ernst Lubitsch)
  • Deutschland im Jahre Null (Italien/D, 1948, Regie: Roberto Rossellini)
  • Rashomon (Japan, 1950, Regie: Akira Kurosawa)
  • La Strada (Italien, 1954, Regie: Federico Fellini)
  • Nacht und Nebel (Frankreich, 1955, Regie: Alain Resnais)
  • Vertigo – Aus dem Reich der Toten (USA, 1958, Regie: Alfred Hitchcock)
  • Die Brücke (BRD, 1959, Regie: Bernhard Wicki)
  • Das Appartement (USA, 1960, Regie: Billy Wilder)
  • Außer Atem (Frankreich, 1960, Regie: Jean-Luc Godard)
  • Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (USA, 1964, Regie: Stanley Kubrick)
  • Blow Up (GB, 1966, Regie: Michelangelo Antonioni)
  • Das Dschungelbuch (USA, 1967, Regie: Wolfgang Reitherman)
  • Ich war neunzehn (DDR, 1969, Regie: Konrad Wolf)
  • Der Wolfsjunge (Frankreich, 1969, Regie: François Truffaut)
  • Alice in den Städten (BRD, 1973, Regie: Wim Wenders)
  • Taxi Driver (USA, 1975, Regie: Martin Scorsese)
  • Die Ehe der Maria Braun (BRD, 1978, Regie: Rainer Werner Fassbinder)
  • Stalker (UdSSR, 1979, Regie: Andrej Tarkowski)
  • Blade Runner (USA, 1981, Regie: Ridley Scott)
  • Sans Soleil - Unsichtbare Sonne (Frankreich, 1982, Regie: Chris Marker)
  • Shoah (Frankreich, 1985, Regie: Claude Lanzmann)
  • Ein kurzer Film über das Töten (Polen, 1987, Regie: Krzysztof Kieślowski)
  • Wo ist das Haus meines Freundes (Iran, 1988, Regie: Abbas Kiarostami)
  • Der Eissturm (USA, 1997, Regie: Ang Lee)
  • Das süße Jenseits (Kanada, 1997, Regie: Atom Egoyan)
  • Alles über meine Mutter (Spanien, 1999, Regie: Pedro Almodóvar)
Diese Filmauswahl ist nicht unumstritten. Kritische Stimmen kann man im bpb-Diskussionsforum und in zahlreichen Statements nachlesen, z.B. in der Zeitschrift tiefenschärfe (2003/04). Der Bundesverband Jugend und Film kritisierte, dass dem Filmkanon Filme fehlen würden, die für Kinder von sechs bis zwölf Jahren geeignet sind. Er hat deshalb gleich einen Kinderfilm-Kanon nachgeschoben (vgl. nächstes Posting).

Ein kulturzeit-Interview mit dem Regisseur Andreas Veiel, Mitglied der Expertenkommission, findet sich als-Videostream auf 3sat.de.

Donnerstag, 1. November 2007

Arbeitshilfen für den Unterricht, Teil 2: englischsprachige Filmhefte

Auf den folgenden Seiten finden sich kostenlose Filmhefte und Unterrichtsmaterialien zum Download (meist als PDF):

Institutionen, Teil 2: kinofenster.de - das Online-Portal für Filmbildung

kinofenster.de ist ein Online-Portal für Filmbildung und die erste Adresse für Recherchen. Es bietet Filmbesprechungen, Hintergrundinformationen, filmpädagogische Begleitmaterialien, News, Termine, Veranstaltungen, Adressen und Links für die schulische und außerschulische Filmarbeit. Eine komfortable Suchmaschine ermöglicht die detaillierte Suche nach Unterrichtsmaterial, Fortbildungsveranstaltungen u.v.m. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich für einen monatlichen Newsletter anzumelden.

http://www.kinofenster.de

Institutionen, Teil 1: VisionKino - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz

Selbstbeschreibung:
VISION KINO unterstützt und fördert eine kontinuierliche schulische und außerschulische Filmarbeit durch:
  • Information und Beratung zur Film- und Medienarbeit
  • Vernetzung und Koordination von Initiativen und Institutionen
  • eigene Projekte und Projektunterstützung
  • Angebote der Evaluierung und Qualitätssicherung
Neben den SchulKinoWochen in zahlreichen Bundesländern und regelmäßig stattfindenden Kongressen initiiert und unterstützt VisionKino Einzelprojekte, Veranstaltungen und Kooperationen im Bereich der Filmbildung.

http://www.visionkino.de

Kostenlose DVD "Understanding Media"

Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und Medien hat vor einiger Zeit eine Reihe mit DVDs unter dem Titel "Schule des Hörens und Sehens - Medienkompetenz für Lehrer" gestartet. Die DVD "Understanding Media - Film und Medien im digitalen Zeitalter" bietet Informationen und Hilfsmittel, um einen fundierten Unterricht zu den Themen visuelle Sprache des Films, Filmanalyse und digitale Effekte planen und durchführen zu können. Die Scheibe enthält u.a. Filme, Audiokommentare, illustrierte Einführungstexte, Unterrichtsvorschläge, Vorlagen, Aufgabenblätter, Lernkontrollen, Bilderreihen usw.
http://www.lpr-hessen.de/default.asp?m=101&s=667

Interessierte Lehrer/innen können sich die DVD bei der LPR Hessen unter der Tel.-Nr. (0561) 93586-0 oder per E-Mail (lpr@lpr-hessen.de) bestellen.

Qualitätsstandards für Schulfilmhefte

Die bislang vorliegenden Filmhefte der verschiedenen Anbieter (siehe unten) setzen sehr unterschiedliche Schwerpunkte. Vision Kino hat dankenswerterweise einen Versuch gestartet, allgemein gültige Qualitätsstandards für Schulfilmhefte festzulegen. Das Ergebnis kann in einem PDF-Dokument nachgelesen werden, das man unter folgendem Link herunterladen kann:
http://www.visionkino.de/WebObjects/VisionKino.woa/media/1617

Rezensionen zu Filmbüchern

Im Rahmen des Portals www.lehrerfreund.de erscheinen in unregelmäßigen Abständen Rezensionen zu neuen Filmbüchern:
  • Spielfilm im Unterricht: Neue Bücher. Teil 1: Konzepte und Methoden der Filmbildung
    - Bergala, Alain: Kino als Kunst. Filmvermittlung an der Schule und anderswo. Aus dem Französischen von Barbara Heber-Schärer. Marburg: Bundeszentrale für politische Bildung/Schüren Verlag 2006.
    - Barg, Werner/Niesyto, Horst/Schmolling, Jan (Hrsg.): Jugend - Film - Kultur. Grundlagen und Praxishilfen für die Filmbildung. München: kopaed 2006.

Linklisten und Bibliographien

Hier einige Links zu Bibliographien und Linklisten: